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Förderangebot an der Peter-Meyer-Schule

Die Peter-Meyer-Schule fördert in kleinen Klassen Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf.

Aufgenommen werden:

  • Schulkinder, die wegen lang andauernder, umfassender und deutlicher Lern- und Schulleistungsprobleme dem Unterricht der Grund- oder Hauptschule nicht folgen können,
  • wenn sie deshalb einer besonderer Förderung bedürfen,
  • wenn sonderpädagogische Hilfen an der allgemeinen Schule (z. B. im Rahmen der Kooperation Sonderschule – Grund- und Hauptschule) nicht ausreichen,
  • wenn zusätzliche Belastungen in Bereichen der Intelligenz, des sozialen Verhaltens, der Motivation oder des Arbeitsverhaltens vorhanden sind.

Die Aufnahme

erfolgt nach der Genehmigung durch das Staatliche Schulamt Donaueschingen.
Voraus geht eine eingehende pädagogisch-psychologische Förderdiagnostik, in der der Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot festgestellt wird.
Der Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot mit Förderschwerpunkt Lernen kann an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) eingelöst werden – oder auch nach Durchführung einer Bildungswegekonferenz unter Federführung des Staatlichen Schulamts Donaueschingen in einem inklusiven Bildungsangebot an der Regelschule.

Die Kinder können von den Eltern oder der Regelschule angemeldet werden. Diese Meldung sollte rechtzeitig, d.h. so früh wie möglich dann erfolgen, wenn die Stütz- und Fördermaßnahmen der Grundschule nicht ausreichen. Dadurch bleibt dem Kind ein dauerndes Schulversagen erspart und die Freude am Lernen bleibt erhalten. Meldungen aus der Sekundarstufe 1 sind möglich und sinnvoll, vor allem dann, wenn das Schulversagen spät eingetreten ist.

Ziel des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ)
– Förderschwerpunkt Lernen –

Im neuen, seit dem Schuljahr 2008/2009 gültigen Bildungsplan der Förderschulen in Baden-Württemberg ist das Ziel der Förderschule wie folgt definiert:

Die Kinder und Jugendlichen erhalten in der Förderschule die Chance, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Sie sind so zu fördern und zu stärken, dass sie eine stabile Identität und das notwendige Selbstbewusstsein für ihre individuelle Leistungsfähigkeit und -bereitschaft entwickeln können. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen erwerben, mit denen sie ihr berufliches und privates Leben selbstständig gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Der erfolgreiche Übergang ins berufliche Leben wird durch das Angebot zum Besuch der zweijährigen Kooperationsklasse der Peter-Meyer-Schule und den Beruflichen Schulen Schramberg-Sulgen vorbereitet. Die Schüler werden nach der 8. Klasse in die Kooperationsklasse aufgenommen. Sie verbleiben über zwei Jahre hinweg in der gleichen Klassenzusammensetzung und werden von Lehrern des SBBZs und der beruflichen Schule unterrichtet. Mit Abschluss der Kooperationsklasse haben sie die Berufsschulpflicht erfüllt und können in einen Ausbildungsplatz, Arbeitsplatz oder in eine berufliche Fördermaßnahme der Arbeitsagentur vermittelt werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit am Ende der Kooperationsklasse den Hauptschulabschluss zu erwerben (siehe auch „SBBZ – danach? „)

Das Förderangebot der Peter-Meyer-Schule

  • eigener, seit dem Schuljahr 08/09 neuer Bildungsplan der Förderschule, der die zu vermittelnden Erfahrungen und Einstellungen, Fertigkeiten und Kenntnisse beschreibt
  • Ganztagsangebot für die Klassen 3 bis 6 an drei Nachmittagen inclusive Mittagessen
  • kleine Klassen
  • zusätzlicher und unterrichtsbegleitender Förderunterricht in den Kernfächern Deutsch und Mathematik.
  • besonderes methodisch-didaktisches Vorgehen bei der Stoffdarbietung, Erarbeitung und Übung
  • fachübergreifender und projektorientierter Unterricht
  • individuelle Fördermaßnahmen in Teilleistungsbereichen (z.B. Wahrnehmung, Konzentration, Sprache, Motorik)
  • begleitende Förderdiagnostik zur (Neu-) Bestimmung der Fördermaßnahmen nach dem ILEB – Konzept
  • je nach Stundenausstattung der Schule: Arbeitsgemeinschaften (z. B. Computer, Technik)
  • Einsatz moderner multimedialer Unterrichtsmittel, spezieller Computerunterricht ab Klasse 7, Lernprogramme und Internetzertifikat
  • Kooperation Schule – Verein zur Anbahnung von sinnvollen Freizeitaktivitäten
  • Kooperation Schule – JUKS³ bei erlebnispädagogischen Projekten, die zum festen Bestandteil ab Klasse 7 gehören
  • Schülerhort Doppelpunkt durch den Förderverein
  • sozialpädagogische Intensivgruppe Treff 12 in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • intensive Elternkontakte und Kontakte zu außerschulischen Partnern (Ärzte, Therapeuten, Beratungsstellen, Arbeitsamt, Jugendamt, Betriebe usw.)
  • Betriebspraktika und Tagespraktikum in der Kooperationsklasse 1 und 2
  • Patenschaften beim Übergang Schule-Beruf