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Schule – und danach?

Berufliche Perspektiven nach dem Besuch des SBBZs

Welche beruflichen Möglichkeiten ergeben sich nach dem Besuch des Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) – Förderschwerpunkt Lernen -?

Oberstes Ziel des SBBZs muss es sein, Schülern den Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt zu ermöglichen.
Aus der folgenden Übersicht wird deutlich, dass in Zusammenarbeit der beruflichen Schulen, des Jugendberufshelfers, des Sonderpädagogen und der Agentur für Arbeit versucht wird, einen den Wünschen und den Fähigkeiten der Jugendlichen angemessenen Weg zu finden

Im optimalen Fall findet der Jugendliche – meist über das absolvierte Tagespraktikum – einen Ausbildungsbetrieb. Diese betriebliche Ausbildung kann entweder eine Vollausbildung oder eine sogenannte „Werkerausbildung“ sein.

Eltern-InfoabendPräsentation Koop-Klasse StandNovember 15

Vollausbildungen:

Der Jugendliche absolviert in einem Betrieb eine reguläre Ausbildung und besucht die reguläre Berufsschule. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre.
Erfolgreiche Vollausbildungen fanden in den letzten Jahren in folgenden Berufen statt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Metall: Metallbauer/in, Fahrzeuglackierer/in, Maschinen- und Anlagenführer
Bau: Maurer/in, Stuckateur/in, Straßenbauer/in, Fliesenleger/in, Maler/in, Zimmerer/in, Tischler/in, Glaser/in
Nahrung: Koch/Köchin, Bäcker/in, Konditor/in, Fleischer/in
Handel/Verkauf: Verkäufer/in, Kaufmann/frau im Einzelhandel, Verkäufer/in im Nahrungsmittelhandwerk, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist
Gastronomie: Fachkraft im Gastgewerbe, Restaurantfachmann/fachfrau
Sonstige: Gärtner/in, Friseur/in

Schulische Ausbildungsgänge:

Altenpflegehelfer/in, Kinderpfleger/in

„Werker-Ausbildungen“:

Werkerausbildungen sind besondere Ausbildungsgänge, die von der Agentur für Arbeit im Rahmen der beruflichen Rehabilitation (Ersteingliederung) gefördert werden. Es handelt sich dabei um Ausbildungsgänge nach § 48 Berufsbildungsgesetz bzw. § 42b der Handwerksordnung, die in ihren theoretischen Anforderungen reduziert sind und dementsprechend auch in Sonderberufsschulklassen unterrichtet werden. In ihren praktischen Anteilen orientiert sich die Ausbildung an der entsprechenden Vollausbildung. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, guten Absolventen wird die Möglichkeit geboten, durch ein viertes Jahr zur Vollausbildung aufzustocken.

Werkerausbildungen werden zum Teil in Betrieben im dualen System angeboten, zu einem anderen Teil in Berufsförderungszentren oder Berufsbildungswerken.

Betriebliche Werkerausbildungen in unserem Umkreis:

Metall: Metallfeinbearbeiter/in (Mechaniker/in), Metallfachwerker/in (Metallbauer/in)
Bau: Hochbaufacharbeiter/in (Maurer/in), Bau- und Metallmaler, Ausbaufacharbeiter/in (Zimmerer/in), Holzbearbeiter/in (Tischler/in)
Nahrung: Beikoch/Beiköchin, Bäckerfachwerker/in, Fleischerfachwerker
Sonstige: Restaurantfachmann/fachfrau, Gartenbaufachwerker/in, Hauswirtschaftshelfer/in, Fachwerker für Gebäude und Umweltdienstleistungen (Hausmeister)

Werkerausbildungen in Berufsbildungswerken / weiteren Bildungsträgern:

Die Jugendlichen sind in Internaten untergebracht und erhalten neben der Berufsausbildung auch eine umfassende sozialpädagogische Betreuung.
Berufsbildungswerke mit Internatsunterbringung in unserer Nähe sind in:

Tuttlingen-Möhringen (www.bfz-moehringen.de)
Offenburg (www.cjd-offenburg.de)
Waiblingen (www.bbw-waiblingen.de)
Gammertingen (www.mariaberg.de)
Ravensburg (www.bbw-rv.de)

Darüber hinaus sind Werkerausbildungen im Kreis Rottweil ohne Internatsunterbringung bei folgenden Bildungsträgern möglich:

Stiftung Lernen – Fördern – Arbeiten (www.lfa.org)
Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn (www.stiftung-st-franziskus.de/index.php?id=88)

Berufsvorbereitende Maßnahmen / BvB:

Sind Jugendliche nach Abschluss der Berufsschule noch nicht ausbildungsreif, können sie an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilnehmen, die von der Agentur für Arbeit finanziert werden. Diese berufsvorbereitenden Maßnahmen werden im Kreis Rottweil im Auftrag der Agentur für Arbeit von den Bildungsträgern „BBQ“ und „Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten“ durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Jugendlichen so zu qualifizieren, dass sie anschließend in Ausbildung oder in eine Arbeitsstelle vermittelt werden können.

Berufsvorbereitende Maßnahmen werden auch von den Berufsbildungswerken durchgeführt.