Archiv der Kategorie: Pädagogisches Konzept

Advent und Weihnachtszeit in der Peter-Meyer-Schule

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZu den normalen wöchentlichen „Stillen Pausen“ kamen im Advent noch Adventsbesinnungen in den einzelnen Klassenstufen dazu. Am Freitag, den 11. Dezember waren die Schüler/innen der Mittel- und Oberstufe und die Lehrer/innen, um 7.15 Uhr zu einer „Tankstelle im Advent“ eingeladen. Die fast 20 Teilnehmer trafen sich zu einer Meditation und zum anschließenden Frühstück. Weiterlesen

Schulsozialarbeit an der Peter-Meyer-Schule

 

Nadia Gebele ist seit September 2017  Schulsozialarbeiterin an der Peter-Meyer-Schule.

Aufgaben der Schulsozialarbeit können unter anderem sein:

  • Einzelfallhilfe, Konfliktberatung, Krisenintervention, Ansprechpartner für Schüler
  • Soziale Trainingsprogramme und Schulung sozialer Kompetenzen durch Projekte mit Schülern
  • Unterstützung von Maßnahmen im Rahmen der Förderplanung
  • Unterstützung der Lehrer im Bereich der Elternberatung
  • Beratung und Unterstützung der Lehrerschaft im Bereich sozialpädagogischer Aufgaben

Frau Gebele ist von Dienstag bis Donnerstag an der Schule präsent und ist telefonisch über das Sekretariat, Tel: 07422-29550 oder im Büro der Schulsozialarbeit unter der Telefonnummer 07422-29557 erreichbar.

Zur Konzeption der Schulsozialarbeit in Schramberg

Förderangebot an der Peter-Meyer-Schule

Die Peter-Meyer-Schule fördert in kleinen Klassen Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf.

Aufgenommen werden:

  • Schulkinder, die wegen lang andauernder, umfassender und deutlicher Lern- und Schulleistungsprobleme dem Unterricht der Grund- oder Hauptschule nicht folgen können,
  • wenn sie deshalb einer besonderer Förderung bedürfen,
  • wenn sonderpädagogische Hilfen an der allgemeinen Schule (z. B. im Rahmen der Kooperation Sonderschule – Grund- und Hauptschule) nicht ausreichen,
  • wenn zusätzliche Belastungen in Bereichen der Intelligenz, des sozialen Verhaltens, der Motivation oder des Arbeitsverhaltens vorhanden sind.

Die Aufnahme

erfolgt nach der Genehmigung durch das Staatliche Schulamt Donaueschingen.
Voraus geht eine eingehende pädagogisch-psychologische Förderdiagnostik, in der der Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot festgestellt wird.
Der Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot mit Förderschwerpunkt Lernen kann an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) eingelöst werden – oder auch nach Durchführung einer Bildungswegekonferenz unter Federführung des Staatlichen Schulamts Donaueschingen in einem inklusiven Bildungsangebot an der Regelschule.

Die Kinder können von den Eltern oder der Regelschule angemeldet werden. Diese Meldung sollte rechtzeitig, d.h. so früh wie möglich dann erfolgen, wenn die Stütz- und Fördermaßnahmen der Grundschule nicht ausreichen. Dadurch bleibt dem Kind ein dauerndes Schulversagen erspart und die Freude am Lernen bleibt erhalten. Meldungen aus der Sekundarstufe 1 sind möglich und sinnvoll, vor allem dann, wenn das Schulversagen spät eingetreten ist.

Ziel des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ)
– Förderschwerpunkt Lernen –

Im neuen, seit dem Schuljahr 2008/2009 gültigen Bildungsplan der Förderschulen in Baden-Württemberg ist das Ziel der Förderschule wie folgt definiert:

Die Kinder und Jugendlichen erhalten in der Förderschule die Chance, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Sie sind so zu fördern und zu stärken, dass sie eine stabile Identität und das notwendige Selbstbewusstsein für ihre individuelle Leistungsfähigkeit und -bereitschaft entwickeln können. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen erwerben, mit denen sie ihr berufliches und privates Leben selbstständig gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Der erfolgreiche Übergang ins berufliche Leben wird durch das Angebot zum Besuch der zweijährigen Kooperationsklasse der Peter-Meyer-Schule und den Beruflichen Schulen Schramberg-Sulgen vorbereitet. Die Schüler werden nach der 8. Klasse in die Kooperationsklasse aufgenommen. Sie verbleiben über zwei Jahre hinweg in der gleichen Klassenzusammensetzung und werden von Lehrern des SBBZs und der beruflichen Schule unterrichtet. Mit Abschluss der Kooperationsklasse haben sie die Berufsschulpflicht erfüllt und können in einen Ausbildungsplatz, Arbeitsplatz oder in eine berufliche Fördermaßnahme der Arbeitsagentur vermittelt werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit am Ende der Kooperationsklasse den Hauptschulabschluss zu erwerben (siehe auch „SBBZ – danach? „)

Das Förderangebot der Peter-Meyer-Schule

  • eigener, seit dem Schuljahr 08/09 neuer Bildungsplan der Förderschule, der die zu vermittelnden Erfahrungen und Einstellungen, Fertigkeiten und Kenntnisse beschreibt
  • Ganztagsangebot für die Klassen 3 bis 6 an drei Nachmittagen inclusive Mittagessen
  • kleine Klassen
  • zusätzlicher und unterrichtsbegleitender Förderunterricht in den Kernfächern Deutsch und Mathematik.
  • besonderes methodisch-didaktisches Vorgehen bei der Stoffdarbietung, Erarbeitung und Übung
  • fachübergreifender und projektorientierter Unterricht
  • individuelle Fördermaßnahmen in Teilleistungsbereichen (z.B. Wahrnehmung, Konzentration, Sprache, Motorik)
  • begleitende Förderdiagnostik zur (Neu-) Bestimmung der Fördermaßnahmen nach dem ILEB – Konzept
  • je nach Stundenausstattung der Schule: Arbeitsgemeinschaften (z. B. Computer, Technik)
  • Einsatz moderner multimedialer Unterrichtsmittel, spezieller Computerunterricht ab Klasse 7, Lernprogramme und Internetzertifikat
  • Kooperation Schule – Verein zur Anbahnung von sinnvollen Freizeitaktivitäten
  • Kooperation Schule – JUKS³ bei erlebnispädagogischen Projekten, die zum festen Bestandteil ab Klasse 7 gehören
  • Schülerhort Doppelpunkt durch den Förderverein
  • sozialpädagogische Intensivgruppe Treff 12 in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
  • intensive Elternkontakte und Kontakte zu außerschulischen Partnern (Ärzte, Therapeuten, Beratungsstellen, Arbeitsamt, Jugendamt, Betriebe usw.)
  • Betriebspraktika und Tagespraktikum in der Kooperationsklasse 1 und 2
  • Patenschaften beim Übergang Schule-Beruf

Pädagogische Grundsätze

Unser Ziel:

Schüler und Schülerinnen für das Leben und einen Beruf kompetent und stark machen
Schulleben
  • Freundlicher Umgang
  • Respekt voreinander gemäß der goldenen Regel:

„Ich gehe so mit den anderen um, wie ich mir wünsche, dass andere mit mir umgehen“

  • Miteinander leben, arbeiten, unterschiedlich lernen
  • Verantwortung für sich und andere übernehmen
  • Sich gegenseitig helfen
  • Freude, Vertrauen und Mut entwickeln
  • Erziehung zu Werten
  • Klasse und Schule als Gemeinschaft erleben.
So lernen wir
  • individuell
  • mit Herz, Kopf und Hand
  • orientiert an Stärken und Interessen
  • fächerübergreifend und projektorientiert
  • mit viel Kreativität
  • indem wir Methoden lernen, wie man lernt
  • im Team
  • indem wir Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstorganisation üben
  • mit neuen Medien
Besondere Angebote und Aktivitäten
  • Für die Klassen 3-6 ganztägiges Angebot
  • Bewegungserziehung
  • Erlebnispädagogik
  • Feste und Feiern
  • Lernen in und außerhalb des Klassenzimmers (Lerngänge, Waldtage..)
  • Theater -und Opernaufführungen
  • Schullandheimaufenthalte / Städtefahrten
  • Ausflüge und Wandertage
  • Gemeinsame Veranstaltungen mit Eltern, Schülern, und Lehrern
  • Sport- und Spieletage
  • Fahrten ins Schwimmbad, zum Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren
  • Konkrete Vorbereitung auf einen Beruf (Lebensordner, Betriebspraktika, Profil-AC..)
  • Stille Pause
  • Arbeit des Elternbeirats
Starke
Partner
  • Förderverein (Gelder, Helfende Hände, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Teilnahmemöglichkeit an
    • Hortgruppe „Doppelpunkt“
    • Pädagogischer Intensivbetreuung „Treff12“
  • Eltern
  • Vereine
  • Paten
  • JUKS³
  • Musikschule
  • Jugendkunstschule
  • Künstlerkurse
  • Schulseelsorgerin
  • Fachstellen ( Psycholog. Beratungsstellen, Pro Familia, BIZ, Gesundheitsamt/Zahnpflege, Mutpol …)
  • Betriebe
  • Dezernat für Jugend und Versorgung
  • Agentur für Arbeit
  • Jugendberufshilfe
  • Friedrich-Ebert-Schule
  • Jugendpolizei (Gewaltprävention)
  • Bundesfreiwilligendienst
Schüler und Schülerinnen gestalten mit
  • Schulumgebung und Schulleben
  • Pausenkiosk
  • SMV
  • Schulplenum
  • Feste und Feiern
  • Gottesdienste
  • Teilnahme an Wettbewerben und Turnieren
Lehrer und Lehrerinnen bringen sich ein
  • in der Arbeit mit den Schülern und den Klassen
  • professionell und individuell
  • in der Arbeit mit den Familien
  • bei der Selbstevaluation
  • an Pädagogischen Tagen
  • in Gruppen zur Fortentwicklung des Schulprogramms
  • in Gesamtlehrerkonferenzen und der Schulkonferenz
  • in der Erstellung von Förderplankonzepten für jeden Schüler
  • in Fortbildungen

Unser ausführliches Leitbild finden Sie hier:

SBBZ mit ergänzendem Angebot und ganztägigem Charakter – Ganztagesschule

Pädagogische Überlegungen

Die zunehmenden gesellschaftlichen Veränderungen erfordern auch an einem SBBZ mit Förderschwerpunkt Lernen eine Neubesinnung und Reflexion bestehender Strukturen. Mit einer bloßen Ausrichtung auf den Vormittag wird ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) zukünftig kaum in der Lage sein, die Schule als Lebensraum mit einem auf die aktuellen Erfordernisse angepassten Lernumfeld für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu gestalten.
Die Arbeit am SBBZ hat sich der Aufgabe zu stellen, diesen Kindern und Jugendlichen ein höchst mögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe und Integration zu ermöglichen. Ganz im Sinne des neuen Bildungsplanes gilt es, Handlungsräume und -felder zu schaffen, in denen benachteiligte Kinder und Jugendliche den Umgang mit anderen lernen, eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst möglich wird, eine selbständige Lebensführung in einer sich ändernden Gesellschaft erfahrbar sowie die Integration in die Arbeitswelt eröffnet wird.

Hier kann das SBBZ mit ganztägigem Angebot, insbesondere auch in der Kooperation mit der Regelschule und weiteren außerschulischen Partnern ein individuell gestaltetes, umfassendes Bildungsangebot entwickeln, welches die Kinder und Jugendliche in ihrer eigenen Verantwortung als Mitgestalter ihres eigenen Lebens wahrnimmt.

Das Ganztagesangebot wurde an der Peter-Meyer-Schule im Schuljahr 2009/2010 eingeführt.

Zielgruppe

Zielgruppe für die ergänzenden Angebote sind die Schülerinnen/Schüler der Klassen 3 bis 6. Für diese Kinder gibt es ein verpflichtendes Angebot an drei Nachmittagen, inklusive Mittagessen und Mittagsbetreuung bis 15:30 Uhr.

Rhythmisierung des Unterrichts

Der Unterrichtsbeginn ist für die Klassen 1-7 auf 8:20 Uhr festgelegt, für die Klassen 8 – Koop1 beginnt der Unterricht teilweise um 7:35 Uhr.

Für die Klassen 3-6 ergibt sich daraus folgender Wochenplan:
Mittagessen an drei Nachmittagen, verbindliche ergänzende. Angebote/ Unterricht an 3 Nachmittagen, Unterrichtszeit inklusive Lern- und Förderzeit: 34 Stunden

Mittagessen:

Das Mittagessen wird in der bestehenden Mensa der Stadt Schramberg, die für die benachbarte Erhard-Junghans-Schule gebaut wurde, ausgegeben. Die Schüler werden klassenweise von Lehrern bzw. Betreuungskräften begleitet.
Es gehört zur Bildungsaufgabe der Schule, Schülerinnen/Schülern geregelte Essenszeiten, Tischsitten, Grundlagen gesunder Ernährung und soziales Miteinander beim Essen zu vermitteln. Deshalb muss es auch ermöglicht werden, dass alle Schüler am Essen teilnehmen.

Schüler höherer Klassen können freiwillig am Mittagessenangebot teilnehmen.

Lern- und Förderzeit:

Die Lern- und Förderzeit findet nach dem Mittagessen im Gebäude der Peter-Meyer-Schule statt. Diese Förderzeit wird von der pädagogischen Betreuungskraft und den Lehrern gestaltet. Die inhaltliche Ausgestaltung der Lern- und Förderzeit wird vom Klassenlehrer in Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften ausgearbeitet und kann beinhalten: Hausaufgaben, Übungen zum vormittäglichen Unterricht, individuelle Förderangebote, Bewegungsmöglichkeiten …

Personal:

Das Ganztagesangebot wird getragen von den Lehrern der Peter-Meyer-Schule. Zusätzliche Hilfe leisten die von der Stadt angestellte pädagogische Betreuungskraft und die vom Förderverein der PMS angestellte Teilnehmerin des Bundesfreiwilligendienstes.

Nachmittagsunterricht und ergänzende Angebote:

An zwei Nachmittagen findet regulärer Unterricht, auch Projektunterricht statt. An einem Nachmittag müssen die Schüler aus verschiedenen Angeboten für einen Zeitraum von 4 Monaten ein Wahlpflichtangebot auswählen und verbindlich besuchen. Diese Angebote können auch von außerunterrichtlichen Partnern getragen werden.

Konzeption vom März 2009

Erlebnispädagogische Elemente

Seit dem Schuljahr 2000/2001 haben erlebnispädagogische Elemente wesentliche Anteile an unserer Arbeit in der Oberstufe. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem ausgebildeten Erlebnispädagogen Frank Gerlach vom JUKS³ (Jugend- und Kinderbüro Schramberg) schwerpunktmäßig in Klasse 7 und in Klasse 8 durchgeführt.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 werden im Rahmen des Sportunterrichts auch die Schüler der Klasse 7 durch die Sportlehrer Roswitha Glück und Michael Kasper mit erlebnispädagogischen Ansätzen konfrontiert. Die zugrunde liegende Konzeption ist hier dokumentiert.

Erlebnispädagogik ist eine Methode des handlungsorientierten Lernens. Ausgewählte Abenteueraktivitäten und Aufgabenstellungen stellen die Teilnehmer vor neue unbekannte Situationen, die bewältigt werden müssen. Fachlich begleitet und in Verbindung mit intensiven Reflexionsphasen fördern diese Herausforderungen die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen.

Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und sozialen Kompetenzen sind maßgebliche Ziele der Erlebnispädagogik. Kommunikation- und Kooperationsfähigkeit, Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, Flexibilität und Verlässlichkeit sind Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Lebensbewältigung unerlässlich sind.

Durch vorbereitende Spiele sowie komplexe Kooperationsaufgaben in der Halle wächst das Vertrauen und das Verständnis füreinander in der Gruppe. Kenntnisse in der Knoten- und Sicherungstechnik werden intensiv in der Halle und im Steilgelände geübt.

Im Laufe der 7. und 8. Klasse finden verschiedene „Abenteuerwellen“ statt, zum Teil ganztägig, in denen diese Kompetenzen vermittelt werden sollen. (Gruppenaufgaben, Vertrauensfälle, Moderation, Hochseilgarten, Höhlenerkundung …).

Abschluss bildet zumeist eine mehrtägige Fahrt, in der die erlebnispädagogischen Elemente im Mittelpunkt stehen.

Im Jahr 2001 führte diese Fahrt nach Sassnitz mit Begegnung mit ostdeutschen Jugendlichen im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts „Gemeinsam gegen Gewalt“.

2003/2004 fand ein zweitägiger Zeltlageraufenthalt in Triberg der Klasse 7 mit Klettern am Naturfels und einem Orientierungsparcours im Wald statt.

In den Jahren 2003 bis 2011 fand diese Abschlussfahrt ins französische Jura statt. Seit 2011 wurden mehrfach erlebnispädagogische Tage am Feldberg durchgeführt.

Bewegungserziehung an der Peter-Meyer-Schule

Uebergabe_Zertifikat_18.7 Zertifikat

Seit dem Schuljahr 2006/07 wird den Schülern ab Klasse 1 bis Klasse 6 der Peter-Meyer-Schule zusätzlich zu den regulären Sportstunden eine Bewegungsstunde angeboten. Klassenlehrer und Sportlehrer gestalten gemeinsam eine Stunde, die in der Regel im Freien stattfindet.

Am 18. Juli 2007 wurde der Peter-Meyer-Schule das Zertifikat „Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt“ überreicht.

Der Einführung dieser zusätzlichen Stunde liegen folgende Überlegungen zugrunde:

Erfahrungen aus dem Sportunterricht zeigen, dass sich Kinder zu wenig bewegen:
  • sie weisen Haltungsschäden auf
  • es gibt immer mehr übergewichtige Schüler/-innen
  • Schüler/-innen haben einen leistungsschwachen Kreislauf, sie sind wenig belastbar
  • sie haben ein eingeschränktes Bewegungsvermögen
  • sie zeigen Störungen in der Körperwahrnehmung
  • ihr körperliches Wohlbefinden ist beeinträchtigt
  • ihre „Körperlichkeit“ hindert sie im Sammeln von Grunderfahrungen im Alltag
  • daraus kann ein vermindertes Selbstwertgefühl resultieren
  • ..
Daraus resultieren Ziele der Bewegungsförderung:
  • Verbesserung der konditionellen Fertigkeiten
  • Verbesserung der koordinativen Fertigkeiten
  • Kräftigung der Muskulatur (Haltungsförderung)
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Soziales Verhalten beeinflussen (Aggressionsabbau, Gewaltbereitschaft mindern, Toleranz und Rücksichtnahme fördern)
  • Unfall- und Gesundheitsprävention
  • Bewegungsfreude in der Natur wecken
  • Anregungen zur langfristigen körperlichen Aktivität
Inhalte der Bewegungsstunden

Die Bewegungsstunde wird von Klassenlehrer/-in und Sportlehrer/-in geleitet. Die Bewegungsstunde findet in der Regel im Freien statt. Es gilt, den Kindern in diesen Stunden vielfältige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.

Beispiele:

  • sich auf verschiedenem Untergrund bewegen (Waldboden, Treppe, Teer, Schotterwege, ,..)
  • Naturmaterialien wahrnehmen und nützen (Tannenzapfen, Steine, Baumstämme, Bäume, Eicheln, verschiedene Pflanzen/ Unterrichtsbezug, …)
  • An eingehängten Seilen Steigungen überwinden,
  • Gehen mit unterschiedlichen emotionalen Stimmungen (Freude zeigen, Unlust, Müdigkeit, …)
  • Verschiedene Gangarten probieren (steife Gelenke, Sprechreime in Verbindung mit Gehen, hüpfen, sprinten, laufen, kriechen, …)
  • Entfernungen einschätzen und gehen
  • Bewegungsformen mit verschiedenen Kleinmaterialien (Springseil, Stäben, Luftballons, Tennisringe, Bälle, Tücher, Schwungtuch, Bola, Holzpflöcke, Indiaca, Absperrband ..)
  • Blindenführungen
  • Schattenlaufen, Raumlagespiele, zeitlich geordnete Handlungen,
  • Reaktionsspiele
  • Ideen finden sich auch bei den „Kleinen Spielen“