Archiv der Kategorie: Schulprofil

Erlebnispädagogische Elemente

Seit dem Schuljahr 2000/2001 haben erlebnispädagogische Elemente wesentliche Anteile an unserer Arbeit in der Oberstufe. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem ausgebildeten Erlebnispädagogen Frank Gerlach vom JUKS³ (Jugend- und Kinderbüro Schramberg) schwerpunktmäßig in Klasse 7 und in Klasse 8 durchgeführt.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 werden im Rahmen des Sportunterrichts auch die Schüler der Klasse 7 durch die Sportlehrer Roswitha Glück und Michael Kasper mit erlebnispädagogischen Ansätzen konfrontiert. Die zugrunde liegende Konzeption ist hier dokumentiert.

Erlebnispädagogik ist eine Methode des handlungsorientierten Lernens. Ausgewählte Abenteueraktivitäten und Aufgabenstellungen stellen die Teilnehmer vor neue unbekannte Situationen, die bewältigt werden müssen. Fachlich begleitet und in Verbindung mit intensiven Reflexionsphasen fördern diese Herausforderungen die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen.

Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und sozialen Kompetenzen sind maßgebliche Ziele der Erlebnispädagogik. Kommunikation- und Kooperationsfähigkeit, Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, Flexibilität und Verlässlichkeit sind Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Lebensbewältigung unerlässlich sind.

Durch vorbereitende Spiele sowie komplexe Kooperationsaufgaben in der Halle wächst das Vertrauen und das Verständnis füreinander in der Gruppe. Kenntnisse in der Knoten- und Sicherungstechnik werden intensiv in der Halle und im Steilgelände geübt.

Im Laufe der 7. und 8. Klasse finden verschiedene „Abenteuerwellen“ statt, zum Teil ganztägig, in denen diese Kompetenzen vermittelt werden sollen. (Gruppenaufgaben, Vertrauensfälle, Moderation, Hochseilgarten, Höhlenerkundung …).

Abschluss bildet zumeist eine mehrtägige Fahrt, in der die erlebnispädagogischen Elemente im Mittelpunkt stehen.

Im Jahr 2001 führte diese Fahrt nach Sassnitz mit Begegnung mit ostdeutschen Jugendlichen im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts „Gemeinsam gegen Gewalt“.

2003/2004 fand ein zweitägiger Zeltlageraufenthalt in Triberg der Klasse 7 mit Klettern am Naturfels und einem Orientierungsparcours im Wald statt.

In den Jahren 2003 bis 2011 fand diese Abschlussfahrt ins französische Jura statt. Seit 2011 wurden mehrfach erlebnispädagogische Tage am Feldberg durchgeführt.

Bildungspartnerschaften

Im November 2012 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Peter-Meyer-Schule / Friedrich-Ebert-Schule und dem Paritätischen Sozialdienst Pasodi in Stuttgart als Träger der Seniorenresidenz Lauterbach geschlossen.
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Seniorenresidenz Lauterbach

Schülerinnen und Schüler der Kooperationsklassen erhalten die Möglichkeit Block- und Tagespraktika in der Seniorenresidenz Lauterbach zu absolvieren. Die betreuenden Lehrer der Peter-Meyer-Schule und der Jugendberufshelfer der Friedrich-Ebert-Schule pflegen dabei den Kontakt zur Seniorenresidenz. Angedacht sind auch mögliche Auftritte jüngerer Schüler mit Beiträgen im Rahmen von Veranstaltungen in der Seniorenresidenz.

Bewegungserziehung an der Peter-Meyer-Schule

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Seit dem Schuljahr 2006/07 wird den Schülern ab Klasse 1 bis Klasse 6 der Peter-Meyer-Schule zusätzlich zu den regulären Sportstunden eine Bewegungsstunde angeboten. Klassenlehrer und Sportlehrer gestalten gemeinsam eine Stunde, die in der Regel im Freien stattfindet.

Am 18. Juli 2007 wurde der Peter-Meyer-Schule das Zertifikat „Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt“ überreicht.

Der Einführung dieser zusätzlichen Stunde liegen folgende Überlegungen zugrunde:

Erfahrungen aus dem Sportunterricht zeigen, dass sich Kinder zu wenig bewegen:
  • sie weisen Haltungsschäden auf
  • es gibt immer mehr übergewichtige Schüler/-innen
  • Schüler/-innen haben einen leistungsschwachen Kreislauf, sie sind wenig belastbar
  • sie haben ein eingeschränktes Bewegungsvermögen
  • sie zeigen Störungen in der Körperwahrnehmung
  • ihr körperliches Wohlbefinden ist beeinträchtigt
  • ihre „Körperlichkeit“ hindert sie im Sammeln von Grunderfahrungen im Alltag
  • daraus kann ein vermindertes Selbstwertgefühl resultieren
  • ..
Daraus resultieren Ziele der Bewegungsförderung:
  • Verbesserung der konditionellen Fertigkeiten
  • Verbesserung der koordinativen Fertigkeiten
  • Kräftigung der Muskulatur (Haltungsförderung)
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Soziales Verhalten beeinflussen (Aggressionsabbau, Gewaltbereitschaft mindern, Toleranz und Rücksichtnahme fördern)
  • Unfall- und Gesundheitsprävention
  • Bewegungsfreude in der Natur wecken
  • Anregungen zur langfristigen körperlichen Aktivität
Inhalte der Bewegungsstunden

Die Bewegungsstunde wird von Klassenlehrer/-in und Sportlehrer/-in geleitet. Die Bewegungsstunde findet in der Regel im Freien statt. Es gilt, den Kindern in diesen Stunden vielfältige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.

Beispiele:

  • sich auf verschiedenem Untergrund bewegen (Waldboden, Treppe, Teer, Schotterwege, ,..)
  • Naturmaterialien wahrnehmen und nützen (Tannenzapfen, Steine, Baumstämme, Bäume, Eicheln, verschiedene Pflanzen/ Unterrichtsbezug, …)
  • An eingehängten Seilen Steigungen überwinden,
  • Gehen mit unterschiedlichen emotionalen Stimmungen (Freude zeigen, Unlust, Müdigkeit, …)
  • Verschiedene Gangarten probieren (steife Gelenke, Sprechreime in Verbindung mit Gehen, hüpfen, sprinten, laufen, kriechen, …)
  • Entfernungen einschätzen und gehen
  • Bewegungsformen mit verschiedenen Kleinmaterialien (Springseil, Stäben, Luftballons, Tennisringe, Bälle, Tücher, Schwungtuch, Bola, Holzpflöcke, Indiaca, Absperrband ..)
  • Blindenführungen
  • Schattenlaufen, Raumlagespiele, zeitlich geordnete Handlungen,
  • Reaktionsspiele
  • Ideen finden sich auch bei den „Kleinen Spielen“