Präventionsangebote an der Peter-Meyer-Schule im vergangenen Schuljahr

Nachdem Corona ein wenig in den Hintergrund getreten ist und sich das „normale“ Schulleben wieder erholen konnte, durften auch an unserer Schule wieder Aktivitäten, Ausflüge Projekttage, Abschlussfahrten und mehr zur Freude aller durchgeführt werden.

Ein wichtiger Präventionsbaustein war das Angebot der Beratungsstelle profamilia aus Villingen-Schwenningen. Die beiden sozialpädagogischen Fachkräfte Christina Knöbel und Sebastian Schoch besuchten unsere Einrichtung und führten im Bereich sexuelle Bildung einen geschlechtergetrennten Workshop für die Klassenstufen 6-9 durch. Das Konzept sieht keine Teilnahme von Lehrpersonal oder weiteren Personen vor, um den Schülerinnen und Schülern einen geschützten Raum bieten und ungehindert und ohne Hemmungen Fragen stellen zu können. Zu gern hätten wir bei diesem Workshop Mäuschen gespielt, denn die gute Stimmung und das Lachen der Gruppen war bis hin in die Gänge zu hören und zu spüren – etwas dazu gelernt hätten wir sicherlich auch.

Einige Wochen später ging es dann mit unseren Mädchen der Klassen sechs und sieben zur Beratungsstelle Frauen helfen Frauen und Auswege e.V.
Direkt vor Ort in Rottweil empfing uns Renate Weiler das zweite Jahr in Folge und nahm sich auch hier in geschützter Atmosphäre Zeit uns die Arbeit und Aufgaben dieser Unterstützungseinrichtung vorzustellen. Anhand vieler lebensnaher Beispiele bekam die Mädchengruppe Tipps zur Selbstbehauptung. Wir diskutierten und unterhielten uns über diverse Situationen von Beleidigung, Übergriffigkeiten bis hin zur sexuellen Gewalt und den Umgang damit und erzählten von eigenen Erfahrungen. Zum Abschluss durfte noch jede Teilnehmerin ein Brett zerschlagen. Tat gut, sich selbst(-bestimmt) und stark zu fühlen!

Den Abschluss unserer Präventionsreihe für die Älteren rundete der Besuch der Frauenarztpraxis in Schramberg ab. Ein absolutes Highlight!
Der Frauenarztbesuch ist wie ein Zahnarztbesuch…meistens doch eher ein Muss. Voller Vorfreude geht man da ehrlicherweise nicht hin, er ist sehr persönlich, geradezu intim. Was erwartet da einen?
Um unseren Schülerinnen all diese Ängste, Bedenken und Sorgen zu nehmen, kamen wir auf die Idee ihnen eine Praxis vorzustellen. Für unser Vorhaben konnten wir Frauenärztin Dr. Susanne Maurer von der ersten Minute an begeistern und so lud sie uns an einem Freitagnachmittag zu sich ein.
Nach einer kurzen Vorstellung ging sie auf all unsere Fragen ein, erklärte den Mädchen alles zum Thema Verhütung, den Frauenarztbesuch und die Untersuchungen an sich, rechtliche Hintergründe: Darf man alleine kommen? Ab wann? Wie genau sieht eine erste Untersuchung aus? etc.
Sie zeigte uns die Praxis, den Behandlungsstuhl und die medizinischen Instrumente. Es entstand eine ganz positive und offene Stimmung – es wurde gekichert und gelacht, die witzigsten, aber dennoch so wichtigen Fragen wurden gestellt und beantwortet.
Ein ganz toller Besuch!

Zu guter Letzt gab es vor Schuljahresende noch die Workshopreihe „STANDpünktchen“ für die Jüngeren der Klassen 2-4.

Ebenfalls von Frauen helfen Frauen e.V. kam die Kollegin Emily Fuchs zu 2x 4 Einheiten zu uns an die Schule und arbeitete gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern auf spielerische Art an den Themen: Gefühle, mein Körper, ja & nein sagen, Geheimnisse und Hilfen. Die Rückmeldung von den Kindern, wie auch von den Eltern war durch und durch positiv!

Und so dürfen wir uns an dieser Stelle bei all unseren Kooperationspartnern ganz herzlich für die tollen Angebote, die Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Ausarbeitung all dieser wichtigen Themen bedanken!

Ein ganz besonderer Dank gilt auch Dorothee Golm mit dem Schramberger Kinderfonds, die die Schule und einzelne Präventionsbausteine finanziell unterstützt und somit überhaupt ermöglicht haben!